ESG

Home  Zurück  Vor

ESG – Einzugsgebiet, Schlamm- und Gasanfall

 

Angaben zum Einzugsgebiet der ausgewählten Kläranlage, zur Übernahme von Fremdschlämmen sowie zum Schlamm- und Gasanfall auf der Kläranlage werden hier erfasst. Die zu bearbeitende Kläranlage wird in der Maske Klärschlamm-Stammdaten ausgewählt.

 

eri_esg

 

 

Die Funktionen zur Datenbearbeitung sind in einer Buttonleiste am unteren Maskenrand angeordnet:

Zur Datenbearbeitung müssen Sie zunächst die Taste b_schluessel anklicken. Anschließend können Sie die Daten zum Einzugsgebiet sowie zu Schlamm- und Gasanfall bearbeiten. Zur Datenspeicherung klicken Sie bitte auf den Schalter b_speichern. Falls Sie Ihre Änderungen rückgängig machen wollen und noch nicht gespeichert haben, drücken Sie die Steuerungstaste b_undo.

 

Kläranlage

Die Zeile Kläranlage zeigt die in der Maske „Erfassung der Kläranlagen-Stammdaten" ausgewählte Kläranlage an.

 

Datenerfassung

Die Datenerfassung ist unterteilt in die Themenbereiche:

 

Einzugsgebiet  

Übernahme von Fremdschlämmen

Schlamm- und Gasanfall auf der Kläranlage  

 

Die Informationen zur Klärschlammbehandlung auf der Kläranlage (vor der Entsorgung) werden über die Maske SBP erfasst.

 

Einzugsgebiet

Anzugeben sind die im Erhebungsjahr angeschlossenen Einwohner, Einwohnergleichwerte und Einwohnerwerte. Falls die aktuellen Daten für den Stichtag am 31. Dezember des Erhebungsjahres noch nicht vorliegen, sind die letzten gültigen Werte anzugeben.

Die Eingabe dieser Daten ist unbedingt erforderlich.

 

Hinweis:

 

Es gilt immer die Gleichung

EW = E + EGW

(Einwohnerwert = Einwohner + Einwohnergleichwert)

 

Theoretisch geht man also davon aus, dass man die Einwohnerzahl und die EGW bestimmt und daraus den EW berechnet. Die EGW können aufgrund von Messungen des der Kläranlage zufließenden industriellen / gewerblichen Abwassers bestimmt werden oder aus Planungsdaten (mit entsprechender Anpassung) übernommen werden.

 

Praktisch wird dies oft nicht durchgeführt, da die EGW bei den verschiedenen gewerblichen Einleitern nicht oder nicht in ausreichendem Maße bestimmt werden.

 

In der Praxis wird daher oft folgende Gleichung verwendet:

EGW = EW – E  ,

wobei EW aus der Zulauffracht zur Kläranlage ermittelt wird.

 

Üblicherweise werden die EW auf der Grundlage von 60 g BSB5/E*d ermittelt (gemäß Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 198).

Man misst also die BSB5-Fracht im Zulauf der Kläranlage und berechnet mit Hilfe der Division des 85-Perzentil der BSB5-Fracht durch 60 g/E*d den EW.

 

Diese Berechnungsmethode ist nicht anwendbar, wenn die ermittelte BSB5-Fracht im Zulauf niedriger als die theoretisch berechnete Fracht ist. Die Ursache dafür kann sein, dass, bedingt durch lange Fließzeiten im Netz und Standzeiten in Pumpwerken und Druckleitungen, ein nicht unerheblicher BSB5-Abbau vor der Kläranlage stattfindet.

 

Grundsätzliche andere Möglichkeiten sind:

Ermittlung der EW über einen anderen Parameter (z. B. Stickstoff / Phosphor / CSB bzw. TOC) oder die Bestimmung über verschiedene Parameter mit anschließender Mittelwertbildung. In diesem Fall wären die spezifischen Werte:

Stickstoff:        11 g/E*d

Phosphor:        1,8 g/E*d

CSB:        120 g/E*d

Wassermenge:        150 l/E*d

Anpassung der spezifischen Werte in Abhängigkeit von den Verhältnissen im Kläranlagen-Einzugsgebiet (z.B. bei viel Fremdwasser: geringere Zulaufkonzentrationen; bei niedrigem Trinkwasserverbrauch höhere Konzentration). D.h. man nimmt nicht 60 g BSB5/E*d als spezifischen Wert sondern einen anderen Wert, der den spezifischen Verhältnissen besser entspricht.

Man berechnet die EW so, wie dies auch theoretisch vorgesehen ist, indem man nämlich die EGW bei den gewerblichen Einleitern tatsächlich über Messungen bestimmt.

 

Übernahme von Fremdschlamm

Falls Klärschlamm von anderen Kläranlagen (auch verbands- bzw. betreibereigenen) übernommen wurde, ist diese Menge hier anzugeben. Auch die Klärschlämme, die Sie von Kläranlagen aus anderen Bundesländern übernommen haben, sind zu berücksichtigen sowie separat auszuweisen.  

 

Bei der Entsorgung (Maske Abfall) ist dieser Fremdschlamm zusammen mit dem auf der eigenen Kläranlage angefallenen Schlamm zu berücksichtigen.

 

Schlamm- und Gasanfall auf der Kläranlage

Feststoffgehalt des Schlammes im Mittel:

Bitte geben Sie den Feststoffgehalt der letzten Behandlungsstufe als arithmetisches Mittel aus dem Erhebungsjahr an.